Träume

„Unterwegs“

Wo befinde ich mich?

Viele Träume handeln vom Reisen. Die entscheidende Frage ist meist: “Kann ich mein Ziel erreichen?” Meine Frau und ich sind unterwegs. Unser Reiseziel ist das schöne München in Deutschland. Der Zug bleibt irgendwo zwischen dem Bodensee und München stehen, eine Diesellok schiebt unseren Wagen hin und her, bis wir auf einem Abstellgleis eines kleinen Bahnhofs landen. Wir erkundigen uns: „Wo geht es hier nach Augsburg?“. Ich steige aus, die Gegend ist bewaldet. Plötzlich bin ich alleine und gelange in ein unterirdisches Stollensystem. Die Höhle besteht aus Beton und Eisen. Ich steige einen engen Schacht hinauf und habe die grösste Mühe, einen Ausgang zu finden. Langsam aber sicher werde ich nervös. Ich treffe auf eine gelb gestrichene Eisen- oder Blechtüre. Der einzige Ausgang führt in eine unbekannte weite Landschaft. Wo befinde ich mich? Sind wir zu weit im Norden? Mit dieser Frage endet der Traum.

Die Schneewanderung

Der Schnee ist ein Symbol der Reinheit, wir träumen von weissen Weihnachten; er kann aber auch ein Symbol des Todes sein, wenn wir an die Lawinen denken.

Halt stopp

Der aktuelle Traum lässt sich geografisch lokalisieren, er spielt im Wallis, am Schattenhang des grossen Tales. Ich fahre mit einem Warenlift, der ein besserer Holzharass an einem Drahtseil ist, auf eine Höhe von etwa 1000 Meter. Es ist mysteriös wie das Ding bewegt wird: „eigentlich sind solche Seilbahnen verboten, weil zu gefährlich“. Die Fahrt endet an einem Alpweg, der noch nicht ganz schneebedeckt ist, obwohl es zu schneien beginnt. Der Schnee ist schwer und nass. Mein Ziel ist etwa zwei Stunden entfernt, ich bin guter Dinge. Links und rechts des Weges liegt der Schnee meterhoch, die Lawinengefahr ist mir bewusst, ich kann diese aber verdrängen. Das Problem ist aber, dass es bereits 16 Uhr ist und dämmert. Die Temperatur liegt leicht unter Null, ich friere nicht und bin immer noch optimistisch. Langsam machen sich die ersten Zweifel bemerkbar: werde ich das Ziel noch erreichen? Da es immer dunkler wird, komme ich an einen Punkt, wo ich umkehren muss. Ich habe keine Streichhölzer dabei, von einer Taschenlampe ganz zu schweigen. Weit und breit keine Spur vom Mond. Das Grau geht über in Schwarz. Halt, stopp. Jeder Schritt ist jetzt zu gefährlich geworden, da Absturzgefahr droht. Hier endet der Traum.

Hessengütlistrasse

In den Träumen kommen immer wieder verschiedene Ort aus dem Raum Winterthur-Zürich vor, die in meiner Erinnerung haften. Es fällt leicht, mir die Orte, die Räume und die Distanzen vorzustellen. Fast immer sind mir die Himmelsrichtungen bewusst.

Ich träume beispielsweise von der Hessengütlistrasse, welche durch den Winterthurer Brühlbergwald führt. Rund um den Wald dehnt sich die Stadt aus. Ich komme zu Fuss von Wülflingen (Westen) her Richtung Altstadt. Es ist gefährlich, da die enge Waldstrasse auch von Autos benutzt wird. Links unten fliesst der Eulach-Bach, rechts steigt der Wald an, dessen Boden vom Herbstlaub übersät ist. Nun kommt ein Personenwagen entgegen, der mir etwas ausweichen muss. Im gleichen Augenblick versucht ein zweites Auto tatsächlich, den ersten Personenwagen mit übersetzter Geschwindigkeit zu überholen. Der Platz ist knapp. Da Wagen I wegen mir ausweicht, wird das überholende Auto nach links abgedrängt und muss nach links in den aufsteigenden Wald ausweichen. Wagen II rast bergauf und verschwindet im lockeren Wald. Ich habe ein mulmiges Gefühl im Bauch: „Das Ausweichmanöver ist von mir ausgelöst worden“. Allerdings weiss ich nicht, wie der Raser zum Stehen gekommen ist. Da er zwischen den Bäumen verschwunden ist, mache ich mich aus dem Staub. Mit grosser Anstrengung versuche ich zu rennen und nach links zur Eulach hinunter zu steigen. Ueber die Familiengärten (Pünten) möchte ich an die Habsburgstrasse und zurück in die Stadt gelangen.

Brühlbergwald
Brühlbergwald

Abb. Brühlbergwald (aus dem Winterthurer Stadtplan)

Die seltsame Glocke

Ein musikalischer Traum

Ich träume einen äusserst seltsamen Traum, einen „musikalischen“ Traum. Ich befinde mich in einem botanischen Garten oder einer Gärtnerei auf einem kleinen Hügel. In einer Hütte hängt eine kleine Glocke. Die Sommersonne ist bereits untergegangen, die vielen Pflanzen sind nur noch schemenhaft erkennbar. Nun schlage ich mit einem kleinen Hammer auf die Glocke, die wunderbar tönt — etwa 20 bis 30 Schläge, zuerst leise dann etwas lauter. Es ist ein geheimnisvoller metallischer Klang. Nun folgt das Sonderbare. Ich fühle mich von den Klängen derart angezogen, dass ich die Glocke abnehme und auf die Erde vor der Hütte lege. Nun gehts los. Ich beginne, in der Glocke drin mit dem Hammer hin und her zu schlagen. Der magische Klang, der immer lauter wird, macht fast süchtig. Die sonderbare Musik dauert über 10 Minuten. Die Klänge gefallen prächtig und locken andere Leute an. Schwarze Gestalten von Schülern bewegen sich auf die Hütte zu. Ganze Schulklassen kommen aus dem Dunkel und eilen zum kleinen Hügel. Sie nehmen die Musik keinesfalls als Lärm wahr. Sie eilen nicht ohne Grund, denn die magische Musik wird schon bald verstummen. Ich beende das „Konzert“ mit ein paar langsamen Glockenschlägen. Die Glocke verhallt, die letzten Schwingungen — die Glocke ist verstummt, der Spuk vorbei.

Als ich erwache, sehe ich auf der Armbanduhr, dass es zufälligerweise exakt 24 Uhr ist.

Traum

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3 Kommentare zu „Träume“

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