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Die Zürcher U-Bahn existiert nicht

Der Traum handelt von der Zürcher U-Bahn. Diese U-Bahn existiert gar nicht, da das Zürcher Stimmvolk das Projekt vor ca. 50 Jahren bachab geschickt hat, wie man so schön sagt. Zwar hat die Region Zürich eine leistungsstarke S-Bahn, aber die U-Bahn ist seit Jahrzehnten kein Thema. Erstaunlich, dass ich ausgerechnet von dieser U-Bahn träume… Die Zürcher U-Bahn existiert nicht weiterlesen

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Traumforschung

Träume sind wie Reisen im Zeitraffer. Mit zunehmendem Alter kann ich mich immer besser an die Träume erinnern. Gemäss der Traumforscherin Inge Strauch ist in den männlichen Träumen die Berufswelt sehr wichtig, während die Frauen häufiger von ihren kleinen Kindern träumen. Mit der Entdeckung des REM-Schlafs war es der Forscherin möglich, im Schlaflabor die Probanden gezielt in jenen Schlafphasen mitten in der Nacht zu wecken, in denen sie sich besonders gut an Träume erinnern können. Über das Wetter werde im Traum nicht diskutiert. Smalltalk, der im wachen Leben auf Partys eine wichtige Rolle spielt, finde im Traum allgemein nicht statt. Die Frage nach dem Sinn von Träumen sei jedoch genauso schwer zu beantworten wie die Frage nach dem Sinn des Lebens. Manche glauben, dass wir nachts im Schlaf einfach Informationen verarbeiten und unsere Eindrücke des Tages — seien sie nun negativ oder positiv — sortieren und einordnen. Im Informatik-Jargon gesagt werden Gedächtnisinhalte in verschiedene Speicher verschoben.

Traumdeutung

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Ein Traum aus der Lebensmitte

Früher erinnerte ich mich am Morgen jeweils nur schwach an die Träume der vergangenen Stunden. Es gab jedoch eine Ausnahme, als ich im Alter von etwa 45 Jahren am Vormittag einen meiner Träume schriftlich festhalten konnte. Ich habe keine Ahnung, warum das so umfassend möglich war; offensichtlich träumte ich diesen Traum am frühen Morgen kurz vor dem Aufwachen. „Beim Träumen werden unsere geheimen Wünsche sichtbar“; diese Theorie von Freud wird durch neuere Studien in Frage gestellt. Gewisse Traummotive wiederholen sich jedoch immer wieder:
Wanderschuhe, Leistungsdruck, Bastelraum, Gratwanderung (weiter unten). Den Traum „Gratwanderung“ würde ich als Angsttraum bezeichnen, und nicht als Wunschtraum. Auch der Traum „Bastelraum“ hängt direkt mit einer Angst zusammen. Ob Wunsch oder Angst, am Morgen sind die Träume meist wieder weggewaschen…

Mein Traum von Sonntag, 20. August 1995, ca. 6 Uhr

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Meine zweite Mutter

Als mein Vater 1955 das Milchgeschäft übernahm, versprach meine Mutter, ihm dabei zu helfen und den Milchladen zu führen. Aber wer sollte den grossen Haushalt mit den kleinen Kindern betreuen? Was lag näher als die alleinstehende Schwester meiner Mutter anzufragen! Die hilfsbereite Tante Ida sprang in die Bresche, kochte, putzte, machte die Wäsche, half den Kindern bei den Schulaufgaben, tröstete uns, schlichtete Streit, sang und betete mit uns und wurde zu unserer Erzieherin und fast zu einer zweiten Mutter, aber nur fast. Ida zementiert das traditionelle Rollenbild der Frau als Hausfrau und Mutter, auch wenn es nicht ihre eigenen Kinder sind. Sie schenkte uns eher zuviel als zuwenig Liebe.

Ida als mittleres Kind
Ida als mittleres Geschwister (in der Mitte) 1930

Meine Mutter Margrit sitzt links, Ida in der Mitte. Die drei Schwestern helfen sich das ganze Leben lang.

Am liebsten kochte sie Hörnli-Teigwaren und Gehacktes mit Apfelmus, sie half uns gerne, Gedichte auswendig zu lernen. Sie bemutterte uns fast zu sehr, sodass ich ihr einmal erklärte: „Du bist nicht meine Mutter“. Ich hatte manchmal Mühe, ihr zu folgen und sie zu akzeptieren. Meine Mutter stand bis am späten Abend im Geschäft; zuhause strapazierten wir die Nerven der Tante und sie die unseren, auch wenn sie es immer gut mit uns Kindern meinte. Die Konstellation mit einer Zweitmutter ist alles andere als konfliktfrei.

Traum

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