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Die Generation der Babyboomer

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Die Babyboomer (Nachkriegsgeneration, Jahrgänge bis 1964) sind doppelt bevorzugt, weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufgewachsen sind. Sie erlebten nach dem Weltkrieg weder Arbeitslosigkeit noch Armut, Unfreiheit oder Hoffnungslosigkeit, hingegen den wirtschaftlichen Aufschwung. Sie profitieren in ihrem Leben zuerst von guten Bildungsmöglichkeiten und geniessen nach dem aktiven Berufsleben ein sicheres und gesundes Alter: „die Generation der Gewinner“ (NZZ am Sonntag). Der Umwandlungssatz für die Neurenten der Nachfolgenden wird bereits reduziert. Für die Babyboomer ist es fast selbstverständlich geworden, im materiellen Wohlstand aufzuwachsen und zu leben. Daher treten für das Glück eines Menschen andere Werte in den Vordergrund: die sozialen Beziehungen, eine befriedigende und herausfordernde Tätigkeit und ein selbstbestimmtes und gesundes Leben. Auf einer Newsweek-Liste der 100 konkurrenzfähigsten Staaten belegen die Schweiz (2), Deutschland (12) und Oesterreich (18) Toppositionen. 2010 wurden die Länder wieder einmal nach den fünf Kriterien Wirtschaftsdynamik, Bildung, Gesundheit, politisches Umfeld und Lebensqualität beurteilt. Im Weltglücksbericht der UNO 2017 sind die Top-Fünf-Ränge von Ländern aus Westeuropa belegt: Auf Norwegen folgen Dänemark, Island, die Schweiz und Finnland. Die Zeitschrift Lancet hat die Gesundheitsversorgung in 195 Ländern untersucht. Auf einer Skala von 0 bis 100 erreichte Andorra im Jahr 2015 mit 94,6 die Bestnote, Platz zwei belegt Island, gefolgt von der Schweiz, Schweden und Norwegen. Die Generation der Babyboomer weiterlesen

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Mein Vater und die Arbeit

Mein Vater zeigte uns Kindern wenig Emotionen, er war kaum fähig, über Gefühle zu sprechen. Trotzdem war mein Vater für mich ein grosses Vorbild, weil er mich wichtige Dinge lehrte: Zielstrebigkeit, Selbständigkeit, Arbeitswille und Arbeitseinsatz. Sein Lebensziel war, selbständig zu sein und ein eigenes Milchgeschäft zu führen. Am 18. Oktober 1955 schrieb er an die Einwohner des Vogelsang-Quartiers in der Stadt Winterthur: Als Nachfolger von Herrn Näf möchte ich Sie recht herzlich begrüssen. Als Fachmann der Milchbranche ist es mein Bestreben, im Geschäft und auf der Tour Sie stets zur vollen Zufriedenheit zu bedienen und Ihr Wohlwollen und Vertrauen in jeder Beziehung zu schätzen. Sollten mir trotzdem Fehler unterlaufen, wie dies nach menschlichem Ermessen vorkommen kann, so bitte ich Sie höflich, mir dies sofort mitzuteilen. Genehmigen Sie, sehr geehrter Konsument, die Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung.

15 Stunden Arbeitstag

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Meine zweite Mutter

Als mein Vater 1955 das Milchgeschäft übernahm, versprach meine Mutter, ihm dabei zu helfen und den Milchladen zu führen. Aber wer sollte den grossen Haushalt mit den kleinen Kindern betreuen? Was lag näher als die alleinstehende Schwester meiner Mutter anzufragen! Die hilfsbereite Tante Ida sprang in die Bresche, kochte, putzte, machte die Wäsche, half den Kindern bei den Schulaufgaben, tröstete uns, schlichtete Streit, sang und betete mit uns und wurde zu unserer Erzieherin und fast zu einer zweiten Mutter, aber nur fast. Ida zementiert das traditionelle Rollenbild der Frau als Hausfrau und Mutter, auch wenn es nicht ihre eigenen Kinder sind. Sie schenkte uns eher zuviel als zuwenig Liebe. Meine zweite Mutter weiterlesen

Das Rätsel

Es ist wertvoll, die Brüche in der Biografie zu erkennen und beschreiben.

Abbruch

Der Abbruch ist ein Symbol für die Pubertät.

Abbruch
Alles muss weg

Die Pubertät ist ein schwieriges und dunkles Kapitel. Es erwacht ein unbestimmtes Sehnen nach dem grossen Abenteuer. Der Jugendliche schlüpft in verschiedene Rollen und probiert diese wie Kleidungsstücke an. Der bekannte Kinderarzt Remo Largo meint, die wichtigste und schwierigste Phase im Leben des Menschen sei der Uebergang zum Erwachsensein: „In dieser Lebensphase haben die Jugendlichen drei grosse Herausforderungen zu bewältigen: sie lösen sich von ihren Eltern ab, sie müssen sich sozial integrieren, sie müssen eine Ausbildung machen und eine Anstellung finden“. All das sei unglaublich anspruchsvoll.  Das Rätsel weiterlesen

Midlife-Krise

Midlife-Krise: Ist das alles gewesen?

Die Jungen suchen nach dem „Non plus ultra“. Mit 30-35 Jahren hat man Frau, Kinder, Beruf und Reihenhaus. Mit 45-50 sind Bücher und Zeitschriftenartikel geschrieben und Vorträge gehalten; die Kinder fliegen aus. Die berufliche Tätigkeit befriedigt nach wie vor, aber trotzdem merkt man langsam aber sicher: „das war’s“. Die Frage taucht auf: „Ist das alles gewesen?“. Man spürt, dass die nächsten 10 bis 15 Jahre nichts wesentlich Neues mehr bringen werden. Auch ich spürte dieses Gefühl – Midlife-Krise genannt.  Midlife-Krise weiterlesen

Menschen brauchen das Gespräch

Jeder Mensch braucht Kommunikationspartner und das Gespräch, um sich auszutauschen. Ich bin überzeugt, dass ein Mensch ohne Gespräche früher oder später in eine Depression fallen wird. Dank des tollen familiären und beruflichen Umfeldes können sich die Schatten nicht auf die Seele legen. Man spricht über seine Probleme, man kann seine Situation spiegeln und spiegeln lassen, man lacht, man schätzt die Stabilität einer Partnerschaft, man tankt Selbstbewusstsein! Dieser Grundsatz gilt gleichermassen für extravertierte und introvertierte Menschen. Nur fällt es den Introvertierten vielleicht schwerer, ein Gespräch zu führen; sie müssen sich anstrengen und evt. Umwege wählen, um das Ziel einer Kommunikation zu erreichen. Notwendig ist diese aber absolut, selbst wenn die Umgehungslösung teilweise mit Stress verbunden sein sollte. Menschen brauchen das Gespräch weiterlesen